Kulturverein Schnals
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querSCHNITT - ein Projekt von Maria Walcher in Karthaus

querSCHNITT ist ein Kunstprojket mit der Intention, einen interkulturellen Austausch über das textile Medium im öffentlichen Raum zu schaffen. Die Aktion greift die Tradition des Wanderhandwerks auf, um so auf das Thema der Mobilität und des Unterwegsseins ohne fixen Standort einzugehen. Dabei wird mit der Schnittstelle von Tourismus, Migration und globalem wirtschaftlichen Austausch gespielt.

Vom 24. bis 26. August 2018 macht die mobile Schneiderei mit Maria Walcher, auf Einladung des Kulturvereines Schnals, am Dorfplatz von Karthaus Halt und lädt alle zum Mitmachen ein. Nähere Informationen unter www.mariawalcher.com

 

EIN STÜCK SCHNALSER SCHULGESCHICHTE
Vor kurzem wurden in der Reihe „Unser Land“ auf Radio RAI Südtirol zwei Sendungen zur Schule im Schnalstal, gestern, heute und morgen ausgestrahlt. Zu Wort kamen bei der vom Kulturverein initiierten Sendung drei Lehrergenerationen: Rosa Holzknecht Grüner, Silvano Pergher, Erwin Grüner und Karin Gartner. Damit konnte ein Zeitdokument geschaffen werden, das auch für kommende Generationen Interessantes und Wissenswertes bereithält. Wer die Sendungen "Unser Land" auf RAI Südtirol, zusammengestellt und moderiert von Heike Tschenett, noch nicht gehört hat, findet die beiden Ton-Dokumente hier zum Nachhören:
RAI Südtirol - Unser Land - Die Schule im Schnalstal - Sendung vom 12.11.2015 - Teil 1
RAI Südtirol - Unser Land - Die Schule im Schnalstal - Sendung vom 19.11.2015 - Teil 2

FLURNAMENPROJEKT MIT DEN GRUNDSCHULEN DES TALES
Zusammen mit dem Kultur- und Sozialanthropologen und Flurnamenexperten Johannes Ortner arbeitet der Kulturverein Schnals zusammen mit den Grundschulen des Tales (Katharinaberg, Karthaus und Unser Frau) an einem Projekt, um

  • GrundschülerInnen bereits im Kindesalter mit den Flurnamen des Tales vertraut zu machen
  • alte und gewachsene Flurnamen im Tal vor der Vergessenheit zu bewahren
  • über die Kinder auch die Erwachsenen für diese zu sensibilisieren
  • die alten Flurnamen in geeigneter Form bekannt zu machen und so in Verwendung zu halten, etwa durch die Anbringung von kleinen Schildern an mehreren Wegen im Tal

In Zusammenarbeit mit dem archeoParc Schnalstal, dessen Sonderausstellung 2015 dem Thema der Sprache gewidmet war, fand am 7. Oktober ein Vortrag mit Johannes Ortner statt. Der Flurnamenexperte gab darin Einblick in das Forschungsprojekt der Universität Innsbruck zum dialektalen Sprachgut in Südtirol, welches von 1998 bis 2002 in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Landesarchiv durchgeführt wurde. Johannes Ortner war im Zuge dieses Projektes für die Datensammlung im Schnalstal verantwortlich und hat diese zusammen mit vielen Menschen im Tal durchgeführt. Dabei wurden 4.341 Flurnamen in Schnals und noch weitere 200 Flurnamen in Rofenberg und Niedertal erhoben und katalogisiert. Im Dezember 2015 werden eine umfassende Broschüre, eine Datenbank-DVD sowie ein 3-D-Modell dazu vorgestellt.

Hier finden Sie die Mitschrift des Vortrages von Johannes Ortner zum DOWNLOAD
Presseartikel
zum Flurnamenprojekt in Zusammenarbeit mit den Schnalser Grundschulen


KULTURVEREIN SCHNALS WIRD MITGLIED DES HEIMATPFLEGEVERBANDES SÜDTIROL

Seit 2012 ist der Kulturverein Schnals Mitglied des Heimatpflegeverbandes unseres Landes. Damit fungiert er als örtlicher Heimatpflegeverein. Die Pflege und der Erhalt der einmaligen Kulturlandschaft des Tales, der sorgsame Umgang mit dem Kulturgut des Schnalstales und die Heimatpflege im Allgemeinen waren schon immer Anliegen des Vereines, welche mit der Aufnahme in die größte Heimatpflegeorganisation des Landes weiter unterstrichen wird.


DIE TRANSHUMANZ ZWISCHEN SCHNALSTAL UND ÖTZTAL IST IMMATERIELLES UNESCO-KULTURERBE

Der uralte Schnalser Schafübertrieb über den Alpenhauptkamm in das Ötztal, die sogenannte Transhumanz, wurde vor kurzem im Rahmen einer Feierstunde in Wien in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. Der Schnalser Kulturverein unter Präsident Benjamin Santer hat die Aufnahme in Zusammenarbeit mit der österreichischen Kulturinitiative Pro Vita Alpina beantragt.


WEITERE VORHABEN

Der Vorstand des Kulturvereines hat für die nächsten Jahre einige wichtige Ziele ins Auge gefasst und möchte damit, gewachsenes Kulturgut in Erinnerung rufen, bewahren und der Jugend vermitteln, Kultur zum Erlebnis machen und  Einheimische und Gäste dafür begeistern, Kulturgüter einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar machen.


VERMITTLUNG "SCHNOLSER MUNDART"

Der Kulturverein hat sich auch die Bewahrung der Schnalser Mundart und die Vermittlung und Weitergabe derselben an jüngere Generationen zur Aufgabe gemacht. Periodisch werden somit typische Schnalser  Ausdrücke, Redewendungen und Mundart in einer eigenen Rubrik des „Schnolser Blattls“ veröffentlicht, erklärt und in ihrer alltäglichen Anwendungsform eingebettet, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.

Download Schnolser Mundart - Teil 1

Download Schnolser Mundart - Teil 2

Download Schnolser Mundart - Teil 3 

Download Schnolser Mundart - Teil 4

Download Schnolser Mundart - Teil 5

Download Schnolser Mundart - Teil 6

Download Schnolser Mundart -  Teil 7

Download Schnolser Mundart - Teil 8

Download Schnolser Mundart - Teil 9

Download Schnolser Mundart - Teil 10

Download Schnolser Mundart - Teil 11

Download Vernagter Stauseelied

Schnolser Neujahrsgedicht

Download Schnolser Mundart - Teil 12

Download Schnolser Mundart - Teil 13

Download Schnolser Mundart - Teil 14

Download Schnolser Mundart - Teil 15

Download Schnolser Mundart - Teil 16


WIEDERAUFLAGE DER ARCHÄOLOGISCHEN WANDERKARTE

Die beliebte - im Jahr 1998 und 2000 herausgegebene Panoramakarte über die 17 archäologischen Wanderwege - wurde im Rahmen des Jubiläumsjahres "20 Jahre Ötzi-Fund im Schnalstal" neu aufgelegt.

Die neue Karte ist im archeoParc Schnalstal sowie im Tourismusverein kostenlos verfügbar. 


WIEDERAUFBAU GORFER MÜHLE

Im Oktober 2009 hat der Kulturverein, mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Schnals, die alte „Gorfer Mühle“ in Karthaus abgetragen, nummeriert und eingelagert.

Dabei ist die Getreidemühle vom Gorfhof oberhalb von Karthaus eine Mühle mit einem oberschlächtigen Wasserrad. Sie ist nicht in einem eigenen Mühlengebäude, sondern in einem kleinen Stadel mit den Ausmaßen 10,45 x 5,80 m untergebracht, das durchaus auch für eine Schaumühle nutzbar gemacht werden könnte. Es besteht im Erdgeschoss talseitig aus einem Kantholzblockbau, bergseitig steht es auf einem Trockensteinmauerwerk. Im Giebel ist die Jahreszahl 1729 eingeritzt.

Das Ziel besteht nun darin, die renovierungsbedürftige „Gorfer-Mühle“ in Karthaus zu restaurieren und an anderer zu definierender Stelle wiederaufzustellen, wo sie für die nächsten Generationen erhalten, als kulturelle und touristische Attraktion eingebunden und mit ihr ein Stück Schnalser Geschichte bewahrt werden kann. Der Kulturverein möchte im laufenden Jahr die Entscheidung über die nächsten zu unternehmenden Schritte treffen und die Umsetzung dieses Projektes planen.

dp